GisChem

Salpetersäure, ab 26 % bis unter 65 %

Auszug aus:
Datenblatt

Salpetersäure, ab 26 % bis unter 65 %: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

Salpetersäure, ab 26 % bis unter 65 % ist eine farblose, an feuchter Luft rauchende Flüssigkeit mit stechendem Geruch. Sie ist mit Wasser in jedem Verhältnis mischbar.
50%ige Salpetersäure wird auch als Scheidewasser bezeichnet. Konzentrierte Salpetersäure ist 69,2%ig.
Salpetersäure findet Verwendung zur Herstellung von Düngemitteln, Explosivstoffen, Lacken und Farbstoffen, sowie in der chemischen und pharmazeutischen Industrie.
Je nach Reaktionsbedingungen kann Salpetersäure auf andere Stoffe oxidierend oder nitrierend wirken.
Der Stoff wird in Anhang I der Verordnung (EU) Nr. 2019/1148 über die Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe genannt. Besondere Regelungen beachten, damit Privatpersonen keinen Zugang zu diesem Stoff erhalten.
Für Lösungen mit anderen Konzen­trationen sind in GisChem auf­grund des unter­schied­lichen Ge­fah­ren­potenzials geson­derte Daten­blätter enthalten.
Siedepunkt: 104 °C bis 119 °C
Salpetersäure
Arbeitsplatzgrenzwert (AGW): 2,6 mg/m³ bzw. 1 ml/m³ (ppm)
Der AGW ist nur als Kurzzeitwert festgelegt. Die betriebliche Überwachung soll durch messtechnische Mittelwertbildung über 15 Minuten erfolgen, z.B. durch eine 15-minütige Probenahme.
Geruchsschwelle: 0,75 mg/m³ - 2,5 mg/m³
TA Luft (2002): Es ist explizit keine stoffbezogene Regelung zur Begrenzung der Emissionen im Abgas enthalten. Für bestimmte Anlagen (z.B. zur Herstellung) sind jedoch anlagenspezifische Bestimmungen nach Nummer 5.4 zu beachten.
Für eine abschließende Klärung sollte die für den Immissions­schutz zuständige Behörde heran­gezogen werden.
WGK: 1 (schwach wassergefährdend), Kenn-Nr.: 414