GisChem

Reinigungsmittel auf Hypochloritbasis

Auszug aus:
Datenblatt

Reinigungsmittel auf Hypochloritbasis: Charakterisierung, Grenzwerte, Einstufungen

Reinigungsmittel auf Hypochloritbasis enthalten neben Natriumhypochlorit meist Natronlaugen oder Kalilaugen in unterschiedlichen Konzentrationen sowie in der Regel Tenside und andere Hilfsstoffe (z.B. Duftstoffe).
Diese Reinigungsmittel sind klare, farblose bis leicht gelb-grünliche Flüssigkeiten, die schwach bis stechend nach Chlor riechen. Sie sind in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar.
Reinigungsmittel werden in vielen Bereichen eingesetzt. Dieses Daten­blatt bezieht sich auf die Verwen­dung in Biogasanlagen.
Für Reinigungsmittel, die in Verwertungs­betrieben für tierische Neben­produkte ver­wendet werden, gibt es in GisChem ein eigenes Datenblatt.
Produkte dieser Produktgruppe können mit dem GISBAU-Code GS90 gekennzeichnet sein.
Die Produkte dieser Produktgruppe können in Ab­hän­gigkeit von der Konzentration der Inhalts­stoffe von der oben genannten Einstufung ab­weichen.
Z.B. kann das Produkt je nach Gehalt an Alkalien statt mit R 35 auch mit R 34 gekennzeichnet sein, wenn die Alkalikonzentration unter 5 % beträgt.
Die unter Grenzwerte und Einstufungen aufgeführten Stoffe/Gemische müssen nicht unbedingt auch in allen Produkten dieser Produktgruppe enthalten sein.
Die produktspezifischen Kenndaten im Ein­zel­nen sind den Sicherheitsdatenblättern der Her­steller zu ent­neh­men.
Die Charakterisierung wurde Herstellerinformationen entnommen.
Chlor
Arbeitsplatzgrenzwert (AGW): 1,5 mg/m³ bzw. 0,5 ml/m³ (ppm)
Spitzenbegrenzung: Überschreitungsfaktor (ÜF) 1; Ka­te­go­rie für Kurzzeitwerte (I)
Der messtechnische Mittelwert über 15 Minuten darf den AGW nicht überschreiten.
Bemerkung Y (TRGS 900): Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Ein­haltung der Grenz­werte (AGW und ggf. BGW) nicht be­fürchtet zu werden.
Natriumhydroxid
Früherer MAK-Wert: 2 mg/m³ gemes­sen in der ein­atem­baren Fraktion. Die Einhaltung mindestens dieses Wertes war bereits im Jahr 2004 Stand der Technik.
Spitzenbegrenzung:
Kategorie = 1 = (Grenzwertkonzentration zu keinem Zeitpunkt überschreiten)
Bemerkung Y (TRGS 900): Ein Risiko der Fruchtschädigung braucht bei Ein­haltung der Grenz­werte (AGW und ggf. BGW) nicht be­fürchtet zu werden.
Chlor
TA Luft (2002): (Nummer 5.2.4) Klasse II, d.h. der Massen­strom von 15 g/h oder die Massen­konzen­tration von 3 mg/m³ im Abgas darf nicht über­schritten werden.
Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid
TA Luft (2002): (Nummer 5.2.1), d.h. die im Abgas enthaltenen Emissionen dürfen entweder den Massenstrom von 0,20 kg/h oder die Massenkonzentration von 20 mg/m³ nicht überschreiten.
WGK: 2 (deutlich wassergefährdend)
Bei der WGK handelt es sich um eine Selbsteinstufung.